Rückblick: DigiDay 2024 Diskussionsrunde «Ende-zu-Ende-Digitalisierung»

Am 4. Juni fand im Rahmen des DigiDay 2024 in Bern die Diskussionsrunde «Ende-zu-Ende-Digitalisierung» im Eidgenössisches Personalamt EPA statt. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle unsere Inputs zu diesem spannenden Thema noch einmal zusammenfassen.

Marvin Behrendt, CEO der Firma aforms

 

aforms Geschäftsführer Marvin Behrendt durfte in folgender Expertenrunde zum Thema diskutieren.

  • Peter Grassnigg, CEO Rubicon (Region DACH)
  • Philipp Dörre, CEO Gentics (Region DACH)
  • Felix Moser, DTI Schweizerische Eidgenossenschaft (CH)
  • Alex Sollberger, Myni Gmeind (CH)
  • Manfred Brandner, Owner eee group (Region DACH)
  • Moderation Christian Rupp

Wir möchten uns für die spannende Diskussion bei allen Teilnehmern und den Veranstaltern bedanken und Ihnen unsere Statements und Inputs zu den einzelnen Punkten in der Diskussion noch einmal zusammenfassen.

 

«Best Practice Österreich, Schweiz»

Standardisierung und E-Government Basis-Bausteine

  • Österreich hat sehr früh erkannt, dass E-Government Standards und Basis-Sausteine benötigt. So wurden bereits Ende der 90iger Jahre diverse Bund-Länder-Städte-Gemeinden (BLSG) Arbeitsgruppen eingerichtet um Architektur, Schnittstellen und auch das Look and Feel von E-Government Anwendungen zu definieren.

    Getrieben - auch aus dem Kostenaspekt - ist so ein Baukasten für E-Government-Anwendungen entstanden. Beispiele hierfür sind:
    - MOA-Module für Signaturen
    - Portalverbund für Identifikation und Access-Management
    - Formular-Styleguide für einheitliches Aussehen von Online-Services

  • Mit den Basis-Services ist es heute möglich - im Sinne eines «Software-Legos» einfache bis komplexe durchgängige E-Government Lösungen einfach - fast schon wie am Fliessband - zu erstellen.
     
  • Die Architektur mit Basis-Services und Standard-Schnittstellen verhindert Softwaresilos und damit die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern.
     
  • Jeder Baustein - z.B. GEVER, Formulare oder Portale kann «best of breed» gewählt werden.
     
  • Online-Services sind ein wesentlicher Bestandteil der Digitalisierung der Verwaltung - weil diese für Bürger:innen und Unternehmen den «sichtbare» Teil darstellen.

    - Das kann man sich wie ein Eisberg vorstellen. Natürlich ist der Grossteil, in unserem Fall die Fachanwendungen, Register oder GEVER «unter Wasser» und sehr wichtig, damit der Eisberg schwimmt. Die Kund:innen sehen aber nur den aus dem Wasser herausragenden Teil. Die Online-Services und Portale.

    - Wichtig ist hier über eine flexible Lösung zu verfügen, die es erlaubt schnell einfache wie hochintegrierte Onlineservices ohne Programmierung zu erstellen. Eben ein Basis-Baustein «Formulare».

     

«Erfahrungen/Learnings/Hindernisse aus den Best Practices»

Tiefe vs. Breite

  • Eine wesentliche Frage bei der digitalen Transformation ist: Wo fange ich an? Auf welches Thema lege ich besonderes Augenmerk?
     
  • Wir haben sehr gute Erfahrungen mit dem Konzept des «Potemkinschen Dorfes» gemacht. Das heisst so viele Online-Services wie möglich zur Verfügung zu stellen (wir nennen es Breite) und dabei zunächst auf eine tiefe Integration und Durchgängigkeit zu verzichten. (Wir nennen es Tiefe).
     
  • Dies hat viele Vorteile: Die Benutzer:innen können sich darauf verlassen, das jedes Service-Online verfügbar ist und die Politik kann sich im Licht eines vollständigen E-Government sonnen.
     
  • Der entscheidende Vorteil ist aber, wenn durch die Breite viele Online-Anträge hereinkommen, dann ist das eine Motivation für die Fachbereiche am durchgängigen E-Government mitzuwirken.
     

«Was benötigt eine rasche Umsetzung (Standards, Kompetenz, politischer Wille)»

Ganz wichtig sind aus unserer Sicht sind die Menschen und Teams, die E-Government umsetzen. Dabei braucht es eine treibende Kraft und eine klare Verteilung von Kompetenzen:

Teams und Vorgehen

  • Fachbereichen als Kunde
  • Businessanalyst:innen als Lösungsdesigner
  • Umsetzen intern/extern

Weiters notwendig ist Mut zur Beta - also auch nicht perfekte Lösungen ausprobieren - und das Nutzen der aktuellen Möglichkeiten.

Wir hoffen Ihnen damit ein wenig interessanten Input gegeben zu haben. Falls Sie Fragen oder Inputs zu einem der Themen haben, freuen wir uns über Ihre Nachricht.

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